21 | 05 | 2019

Vom 18. März bis 09. April 2011 organisierte Helmut Henschen eine Trekking- und Kulturreise nach Nepal. Hier ein kurzer Bericht dieser Reise:

 

Mit dem ICE ging es von Stuttgart nach Frankfurt. Abflug 22.30 Uhr mit einer Boeing 777 der Fluggesellschaft Air India  nach Delhi. Weiterflug mit einem Airbus 319 nach Kathmandu. Landung 16.00 Uhr Ortszeit. Temperatur: Etwa 30 ° C.

 

Am Flughafen wartete bereits unser Trekking-Guide, der uns zur Begrüßung mit Blumengirlanden schmückte. Mit vollständigem Namen heißt er Lal Bahadur Jirel, wird aber überall Lal oder L.B. (sprich elbi) genannt. Der Transferbus unseres „Peace Guest House Kathmandu“ im Stadtteil Thamel brachte uns durch gute und schlechte, verwinkelte und enge Straßen, immer auf der linken Straßenseite fahrend, ohne jegliche Wegweiser durch das quirlige Kathmandu (KTM) zum Hotel, 1300 m. Abends kleiner Spaziergang durch KTM und Abendessen im Hotel, zur Einstimmung auf unser Nepalabenteuer natürlich:

Dal Bhat, ein einfaches, preisgünstiges Alltagsgericht der südasiatischen Küche. Es besteht in der Hauptsache aus Linsensuppe (dal), Reis (bhat) und Gemüse der Saison.

Am nächsten Tag besichtigten wir zu Fuß den Swajamunath-Tempel (Affentempel), den Durbar Square und bummelten durch viel belebte Straßen und Gassen zurück zum Hotel

Am 21. März 2011 erreichten wir nach sechsstündiger interessanter Busfahrt  Pokhara. Ein letztes Mal Hotel mit Dusche genießen, bevor am Dienstag nach nochmaliger kurzer Busfahrt unser Trekkingabenteuer bei viel Sonne begann.

11 Trekker (= Wanderer), ein Trekking-Guide, fünf Träger und ein Trekking-Guide-Assistent starteten Richtung Basislager Annapurna-Süd. Erste blühende Rhododendrons waren zu sehen, das sind hier keine Büsche wie gewohnt, sondern 10 bis 20 m hohe Bäume, einfach unglaublich. Wir beobachteten Einheimische, die mit ihrer einfachen Handsäge aus den Baumstämmen gerade Balken und Bretter für den Neubau einer Schule sägten, für die wir Geld spendeten.

Immer wieder schöne Schmetterlinge und einen fantastischen Blick ins tiefe Tal, so waren unsere Eindrücke des ersten Tages.

Abends genießen wir im Freien unserer Lodge das milde Wetter bei einem „Everst Bier“ bis es zu fortgeschrittener Stunde schnell abkühlt . Die Übernachtung kostet pro Person einen Euro im Doppelzimmer, Schlafsack ist erforderlich.

Meistens stehen wir morgens um 6.30 Uhr auf, Außentemperaturen etwa 10 bis 20 ° C

In den nächsten zwei Wochen gehen wir durch eine faszinierende bergige Landschaft, an rauschenden Gebirgsbächen entlang, staunen über hunderte von blühenden großen Rhododendronbäumen, staunen über unsere leichtgewichtigen Träger, die mit 30 bis 40 kg Last auf dem Rücken leicht und locker durch die Berge rauf und runter laufen. In jeder Lodge gibt es gutes Essen auf der Basis von Kartoffeln, Reis und Nudeln.

Früh morgens um 5 Uhr genießen wir  auf dem Poonhill auf 3.200 m, die aufgehende Sonne, die die umliegenden Gipfel der Bergriesen in einem goldenen Licht erscheinen lässt.

Das Klima in der Gruppe ist bestens, mit 7 Buben und 4 Mädels von 30 bis 72 Jahren. Die Sonne meint es gut mit uns, nur einmal sind wir nass geworden und durch den nächtliche Regen waren die Berge morgens weiß bedeckt, auch ein schöner Anblick.

Die abendliche Kälte in der Lodge wurde mit einem Ofen eingeheizt, na ja manchmal etwas übel riechend, aber es war warm.

Der Gang über die schwankenden Hängebrücken (Schweizer Entwicklungshilfe und von guter Qualität) war jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Täglich 5 bis 7 Stunden Gehzeit. Übernachtung meistens in 2-Bett-Zimmern. Das Basislager (Lodge) Annapurna-Süd auf

4130 m haben alle Teilnehmer ohne Schnee und Eis auf dem Weg gut erreicht und den nochmaligen Aufstieg auf 4450 m über  Schnee und Eis schafften 10 von 11 Trekkern. Hier war die Zimmertemperatur morgens bei 0 ° C und die Außentemperatur morgens unter 0 ° C. Für die Abendstunden ist es gut, wenn in der Gruppe Kartenspiele und Würfelspiele bekannt sind. Bei einfachen Spielen machen auch gern die Nepalis mit.

Nach 2 Wochen Trekking kamen wir am 2. April nach einer knappen Stunde Busfahrt über die nepalischen „Straßen“ wieder in Pokhara an. Abends großes Essen im Tic-Tac-Restaurant mit LB und allen Trägern . Meine bestellte Tomatensuppe sah grün aus und schmeckte irgendwie anders (war es Spinatgeschmack? Konnte ich nicht beurteilen, denn ich esse nie Spinat! Hat aber gut geschmeckt!! Etwa Spinat??). Am Tag danach eine Fahrt zum Davis-Wasserfall, tief zerklüftet, eine Überraschung. Freier Nachmittag zum Bummeln und Einkaufen in Pokhara.

Am 4.April fuhren wir per Bus zum Chitwan-Nationalpark, wo wir bis zum 6. April eine Dschungelwanderung unternahmen, auf einem Elefanten durch den Dschungel geritten sind, bei einer Flussfahrt mit einem Einbaum viele Tiere  (Krokodil, Nashörner, Rinder, viel bunte Vögel) beobachten konnten.  Der  Royal Chitwan Nationalpark liegt im Terai, dem subtropischen Tiefland Nepals. Hier gibt es weitläufige Reisfelder und ursprüngliche Bauerndörfer.

Unser Hotel mit Schwimmbecken war eine schöne luxuriöse Abwechslung zu den Unterkünften während des Trekkings.

Dann eine heiße Fahrt zurück nach Kathmandu. Die restlichen Tage verbrachten wir in KTM – Bhaktapur - Patan  bei geführten Besichtigungen, bummeln und einkaufen.

Am 9. April starteten wir morgens mit Air India über Delhi nach Frankfurt, wo wir abends landeten..

Demnächst gibt es ein Reisetagebuch mit Einzelheiten, das Interessierte bestellen können bei Ute Kalke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Helmut Henschen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Für eine Vermittlung zu unserem Trekking-Guide und sonstige Informationen stehen beide ebenfalls sehr gern zur Verfügung.

Text: Helmut Henschen Bilder: Ute Kalke

 

 

Nepal-2011-Trekkingplan

18.3.    Anreise nach Frankfurt und Abflug nach Kathmandu

19.3.    Landung in Kathmandu, Hoteltransfer, Stadtspaziergang, Abendessen

20.3.    Stadtbesichtigung Kathmandu Swajamunath-Tempel (Affentempel), Durbar Square

21.3.    Kathmandu, 1300 m, – Pokhara, 900 m, Busreise Linienbus, 6 – 7 Std., etwa 200km

22.3.    Pokhara - Nayapul –Tirkhedhunga, 1500 m, von Pokhara nach Nayapul mit   Kleinbus, Wanderung nach Birethanti, Hille und  Tirkhedhunga (Übernachtung)

23.3.    Tirkhedhunga, 1500 m - Ghorepani, 2800 m, über den Fluss, Steintreppen rauf nach Ulleri, 2070 m. Fernsicht nach Annapurna South 7219 m. Banthati, 2250 m, durch Mischwald mit der Möglichkeit, Affen zu sehen auf dem Weg nach Nange Thanti, 2460 m, weiter nach Gorepani, 2800 m, Übernachtung

24.3.    Gorepani – Poonhill, 3210 m,  – Tadapani, 2590 m,  5.00 Uhr nächtliche Wanderung durch den blühenden und dunklen Rhododendronwald. Bei diesem unvergesslichen Sonnenaufgang werden wir mit einer fantastischen Aussicht auf das mächtige Annapurna-Gebiet mit seinem majestätischen 8091m hohen Annapurna und dem 8167 m hohen Dhaulagiri belohnt.  Zurück zum Hotel, Frühstück, weiter durch herrliche Natur  bis Deurali, 2990 m,  abwärts  nach Bathati, 2520 m, Mittagspause,  Tadapani, 2590 m, Übernachtung.

25.3.    Tadapani – Chomrong, 2170 m,(morgendliche Aussicht zum Annapurna South 7219 m, Hiunchuli, 6441 m, Machhapuchhre 6993 m, Gangapurna 7455 m, Annapurna II/III/IV, abwärts durch den Wald über den Fluss nach Garjung, Frühstückspause, weiter zum schönen Dorf Chomrong ,Hotel mit warmer Dusche und guter Sicht zu den Bergen.

26.3.    Chomrong – Dovan, 2600 m,  sehr dicht bei Annapurna South und Machhapuchhre,  Chomrong, Steintreppen runter, über den Fluss bergauf nach Sinuwa, Teepause und durch den Bambuswald  nach Bamboo, Mittagessen, Dovan, Übernachtung.

27.3.    Dovan – Machhapuchhre-Basislager, 3720 m.Start ab Dovan durch Bambus-Wald, wir können Langure-Affen sehen, bis zum Himalayan Hotel 2,5 Stunden, weitere 1,5 Std. nach Deurali, Mittagessen, weitere durch teils durch Schnee-/Eisgebiet) zum Machhapuchhre-Bassislager.

28.3.    Machhapuchhre-Basislager – Annapurna-Basislager, 4100 m, einfache Wanderung hinauf zum Annapurna-Basislager, 4100 m

29.3.    Annapurna-Basislager, bergsteigen beim Basislager

30.3.    Annapurna-Basislager – Dovan (oder Bamboo), zurück über Himalya-Hotel nach Bamboo, 2430 m,

31.3.    Dovan – Chomrong, 2170 m,Dovan nach Sinuwa, Mittagessen, und weiter nach Chomrong

1.4.      Chomrong – Tolka, von Chomrong  nach Jhinudanda, 1780 m über die neue Brücke, Mittagessen,  Landruk , 1565 m. nach Tolka, 1700 m

2.4.      Tolka – Pokhara ( Tolka nach Berikharka, durch den Wald über Deurali nach Pothana, Mittagessen, Australisches Lager nach Kade und von dort per Kleinbus nach Pokhara, Startpunkt unseres Trekkings

3.4.      Pokhara, Ruhetag, Boot fahren auf dem Phewa-See, Pokhara-Rundgang,

4.4.      Pokhara – Chitwan National Park, fünfstündige Busreise, Mittagessen, Parkwanderung

5.4.      Chitwan National Park. Dschungel-Safari (Nashörner, Elefanten, Krokodile, Vögel usw.)

6.4.      Chitwan National Park, auf einem Elefanten durch den Dschungel reiten, per Bus zurück nach KTM, 7 Std.

7.4. Besichtigung der alten Königsstädte Baktapur und Patan

8.4.      Vormittag: Pashupatinat (hinduistisch), Bothnath-Stupa (buddistisch)

9.4.      Abflug ab KTM über Delhi nach Frankfurt