18 | 08 | 2017

Tourenberichte

Zum Auftakt der Bergsaison ist der Gardasee im Frühling unser Ziel, als sich 12 Klettersteigfreunde am frühen Morgen des 21. April in Böblingen treffen.

Unter der bewährten Leitung von Thomas und Christof starten Brigitte, Conny, Inma, Jana, Karin, Ute, Martin, Siggi, Wolfgang und Lothar am Donnerstag in den kalten Morgen. Die Regenbekleidung ist an Bord, denn der Wetterbericht verspricht Regen und Gewitter zumindest für 2 Tage. Dieser Tag jedoch glänzt mit schönster Sonne, sodass wir die Fahrt in den Süden und die Aussicht auf die Alpen geniessen können. Vom Etschtal kommend ist besonders der erste Blick von Nago auf den Gardasee, der von hier wie eine halbgefüllte Badewanne mit steilen Wänden aussieht, beeindruckend. Tatsächlich treffen hier das Mediterrane und die Alpen fast unvermittelt aufeinander. Über 1000m dicke Gletscherzungen haben den See auf nur 65 m Meereshöhe ausgehobelt und die steilen Wände geschliffen. Dies geschah während der letzten Eiszeit vor ca. 10000 Jahren, erdgeschichtlich also quasi vorgestern. So hatte die Erosion nur wenig Zeit, die Gegensätze einzuebnen. Schon von hier können wir das Terrain für die vielen Klettersteige erahnen, die diese Steilwände bieten. In Italien heißen sie übrigens ‚vie ferrate‘ (Eisenwege).

Am 15.August 2014 brachen sieben Radler mit ihren Trekking-Rädern in Augsburg auf, um 800 km nach Venedig zu radeln.

Zuerst ging es gemütlich aufwärts, immer am Lech entlang durch das Lechfeld über Landsberg, an Schongau vorbei zum Forggensee. Auf dieser Strecke folgten wir meistens - sofern bekannt - der alten Römerstraße Via Claudia Augusta. An vielen Stellen sieht man noch die Markierungssteine, allerdings nachgemacht und keine Original mehr. Oft haben auch die Tourismusverbände Informationstafeln aufgestellt, auf denen der Verlauf, der Aufbau der Straße und wichtige wirtschaftliche oder kulturelle Ereignisse erklärt werden, die zu den Zeiten, als diese Straße die wichtigste Nord-Süd Verbindung im römischen Reich war, stattfanden.

Mit 2 Pkws starteten am 13.Februar 2015 sechs Schneeschuhbegeisterte unserer Bezirksgruppe zur Luftseilbahn Intschi in der Schweiz. Auf der A 81 ging`s nach Schaffhausen, dann weiter an Winterthur, Zürich, Zug, Schwyz vorbei zuerst auf der A1, dann auf der A4 Richtung Gotthard, entlang des Vierwaldstätter Sees zum Parkplatz der Seilbahn.

Ja, wo ist sie denn? Wir sehen nur Wald aber keine Tragseile. Fast wie ein großes Spielzeug wirkt die Gondel. Die Bahn fasst acht (schlanke) Personen plus Gepäck. Wenn kein Personal da ist, kann man einen Jeton kaufen, einwerfen und sich in 7 Minuten von Intschi nach Arni bringen lassen. Fast abenteuerlich über den Intschialptobel überwindet die Bahn 700 Höhenmeter.Die Frage taucht auf, ob solch eine Bahn in Deutschland zugelassen würde?

Während dieses Jahr in Stuttgart Anfang Oktober das zentrale Fest der nationalen Einheit gefeiert wurde, nutzten acht Bergbegeistere aus Böblingen und Umgebung das verlängerte Wochenende zu einer Mehrtagestour im Grenzgebiet zwischen Vorarlberg und der Schweiz. Im schönen Rätikon wanderten sie von Gargellen im Montafon nach Partnun in der Schweiz und wieder zurück ins Montafon. Dabei genossen sie nicht nur das tolle herbstliche Panorama der schweizerischen und österreichischen Bergwelt. Unter der umsichtigen Führung ihres Guides Thomas Neugebauer wurde der Fokus auf das Begehen von Klettersteigen gelegt.